Droge Flora


Essay

 

Ich wiederholte es mir öfters: Nein, es wird keine Episode bis werden, dieses Essay, das ich vorhatte über unser Wochenendhaus, das Chalet Flora an der Luxemburger Obersauer zu schreiben. Oder eine Neufassung alter Anekdoten. Womöglich deren Übersetzung vum Lëtzebuergeschen an d'Däitscht. Zu viele Erinnerungen stehen in früheren Büchern, in meinen Texten, sind auf losen Blättern notiert. Es gäbe auch nichts wesentlich Neues zu erzählen, im Sinne von Abenteuer, die ich als Kind einmal dort erlebt und vergessen hätte zu verfassen. Natürlich bleibt immer das Flüsschen, das sich durch das Tal zwischen Ierpeldeng und Méchela windet, der Wasserlauf, dessen Quelle in einer Viehweide aus dem Boden gluckert. Es bleiben die Wolken, die die Höhenzüge kleiden. Es sind Plätze, die man lieb gewonnen hat, mit den Jahren und die hin und wieder einen Abstecher dorthin rechtfertigen. Um nachzusehen, aus ehrlicher Sorge heraus, ob kein Einbrecher die Tür brachial aufgebrochen hat. Um zu untersuchen, ob das orangerote Ziegeldach unbeschädigt, der Schuppen verschlossen ist, ob die Bäume weiter gewachsen und die Hecken dichter geworden sind.

Man kehrt gerne an Orte einer wohlbehüteten Kindheit und Jugend zurück. Eine kürzlich getane Reise in die Schweiz war Gelegenheit, den Vierwaldstättersee zu besuchen, an dessen Ufer ich als Dreikäsehoch vor den berühmten Schaufelraddampfern posiert hatte. Während eines Ausflugs an die Simmenfälle stellte ich fest, dass es die Pension Alpina in Lenk immer noch gibt. Deren Fassade war immer noch mit Geranien reich geschmückt. So wie diese damals das Fenster zu unserem Ferienzimmer über dem Balkon beinahe versteckt hatten. Nur das Nachbarhotel, von dessen Spielplatz meine Tante und ich fortgejagt worden waren, ist abgerissen. Gut so, dachte ich, das hat man davon, wenn man Kindern die Unschuld einer Schaukel verweigert. Man kann die Erinnerungen verwahren wie ein kostbares Gut oder sich über vergangenes doch begangenes Unrecht entsetzen. Die Orte der Kindheit geben den Auslöser zur inneren Reise. Doch sie tun es aus ihrer gegenwärtigen Erscheinung heraus, aus ihrem Hier und Jetzt. Große und kleine Veränderungen, die sie seit diesen frühen Tagen erfahren haben, muss man sich selbst abrechnen.


Nur fragte ich mich öfters, warum mich das banale Grau der Schieferplatten auf den Fenstersimsen unseres Familienchalets heute noch reizt? Der Wasserhahn, die Wäscheleine, die Feuerstelle unter dem Blechdach, das Überlaufrohr im Auffangbecken des Wasserlaufs und der Geruch, der aus dem Schuppen dringt ... warum sind sie so unsinnig verführerisch geblieben? Vernebelnd, betäubend auch? Als würden sie mein Hirn mit einer Droge vollstopfen, der Droge Flora?

Manchmal denke ich, würde ich übertreiben. Hätte ich als einziger der Familie einen achten Sinn für Erinnerungen entwickelt, die in rostigen Eisennägeln stecken. Oder in einem Mauerriss. Doch, dem ist nicht so. Das Thema Flora scheint aufzuwecken, zu stimulieren, andere wie mich selbst: Nachbarn, die dort zu Besuch waren, meine Frau, die Kinder, meinen Bruder, die Kusins, ihre Partner, Bekannte - Flora wird zum Beschleuniger der Gespräche, bringt man diese einmal auf den Punkt. Als würde das kleine Chalet jedem die Erinnerungen aus dem Kopf saugen. Als wären diese am Bierdener Hals[i] gelebten Stunden jedem ein wohlschmeckendes Konfekt geworden. 

 

Liegt es an der Art, wie das kleine Domizil in den Fünfzigerjahren errichtet wurde? Oder am Umstand, dass meine Großeltern diesen Winkel an der Sauer, und keinen anderen noch vor dem Zweiten Weltkrieg ausgekundschaftet hatten? Als Luftkurort sozusagen, um dem Staub der Eisenhütte in unserem Heimatort Düdelingen zu entfliehen? Um die dröhnende Kulisse regelmäßig zu tauschen, gegen eine klare, erfrischende Alternative? Die Gespräche, seit ich Kind war, drehten mit schöner Beständigkeit um die Dinge des damaligen Bauvorhabens, um den Sand, den Kies, die Bretter, den präzisen Platz, wo sie gestapelt worden waren, um die Schrauben, die Gewinde und Nägel, die Schachteln mit den kleinsten Objekten des täglichen Gebrauchs. Sie erwähnten die selbstgefertigten Klappläden, die handgenähten Gardinen, die Kissen, die Bettbezüge, den Stoff, aus dem damals die Wünsche und Vorstellungen gemacht waren. 

Nicht weit entfernt vom großväterlichen Feriendomizil, baute der Bruder meines Opas seine Villa Alpina. Setzte Blechdach auf Bimsstein. Verschraubte den Halter und hisste die Fahne. Flora war dem Namen eines historischen Hotels in Vitznau am Vierwaldstättersee nachempfunden. Alpina sollte an die Gipfel der Alpen und ihre Gletscher erinnern. Vielleicht an die blumige Pension in Lenk.

Die Schweiz spielte also eine besondere Rolle bei der Namenswahl beider Chalets. Gewiss auch eine solche bei der Entscheidung der Großeltern, ein Tal auszusuchen, eingebettet zwischen bewaldeten Hügeln mit Anstieg zum Aussichtspunkt Predigtstuhl und mit Weitblick über die Höhenzüge bis zu den Dörflein Bierden und Buerschent unter den Wolken. Dazu stets im Rucksack der Gedanke an den tiefen Atemzug, der nach einem halbstündigen Aufstieg jede Mühe entlohnte. Der sich paarte mit einer vue imprenable, die Augen, Herz, Hirn und Waden erfrischte. 


Das Chalet sollte ein Rückzug in die Natur sein, eine Erholung von Alltag und Plackerei. Nur, im Häuschen existierten keine Klospülung, kein Kanal, kein elektrisches Licht, kein Telefon, keine Busverbindung und keine Heizung. Es gab nicht den gewohnten Gang zum Metzger, zum Bäcker oder zum Krämer. Meine Großeltern hatten ihre Gebrauchsartikel aus dem Düdelinger deep south in den Wagen gepackt und packten dieselben vor dem Chalet wieder aus. Und doch veränderte sich vieles. Sie schwatzten über die fast zweistündige Autofahrt an die Ufer der Sauer, über die obligate Kaffeepause auf Bridel. Sie kommentierten den kleinen Stau mit dem Namen Millewo, ab dem man neben dem Lauf des Flüsschens auf die kleine Anhöhe fuhr, wo das Chalet wie auf das längst ersehnte Rendezvous zu warten schien. Sie redeten nicht über den umständlichen Wechsel der Bettbezüge, nicht über das Heizen der drei Räume mit Ofenherd, das beschwerliche Füllen des Kühlfachs, das unter dem Tisch als Loch im Boden ausgehoben war und Butter und Milch vor schnellem Verfall schützte.

Meine Großeltern, meine Eltern lebten während der folgenden, ruhigen Wochen am Rande der lichten Laubwälder. Sie unterhielten sich abends im Schein der Petroleumlampe über die geselligen Abende im nahen Café Willspull. Sie plauderten über den holprigen Summerwee[ii] über den wir, Taschenlampen im Anschlag, den Weg vom Wirtshaus zu Flora jederzeit zurückfanden. Sie lachten über die Mühen ihrer sehr einfachen Station an der Sauer, weil diese sie die Strapazen im Schatten der Hochöfen und Eisenerzgruben kurzzeitig vergessen ließen. Weil mit jeder Kelle Mörtel und jedem Dachziegel auch ein Teil ihres geträumten Lebens mit verbaut und vernagelt worden war, um fortzubestehen, wenn das Gewöhnliche längst vorbei war. 

Es wundert mich demnach nicht, dass entfernte und betuchte Verwandte zu unseren Großeltern fanden, sich ablichten ließen, vor dem Tor, das seinen Bogen mit dem Namenszug Flora unverändert von Sockel zu Sockel spannt. Es damals in Kostüm, Krawatte und heller Bluse getan hatten, lächelnd, gut gelaunt, wohlwissend, dass das Chalet auch sie willkommen hieß, die feinen Hauptstädter mit dem breiten Wagen und den komfortablen Sitzen. Es freut mich, dass es für meine Großeltern, auch für meine Eltern ein Akt von Stolz war, zu posieren vor den selbstgefertigten Türgriffen und vor den Tulpen. Weil es ihnen ein Bedürfnis zu sein schien, der noblen Verwandtschaft die Doppelbelichtung der eigenen Person vorzuführen, als leichte Überhöhung ihrer bescheidenen Existenz als Arbeiterfamilie. 


Sicher liegt es an diesem beherzten Unterfangen meiner Vorfahren, das die heutige Schwärmerei beflügelt. Dazu gehört auch die Erinnerung an die Nachmittage, die ich später mit meiner Frau und unseren Kindern auf der Wiese verbrachte, auf der ich selbst die ersten Schritte getan hatte. Hinzu kommt, dass meine Faszination für Flora auch darin liegt, dass sich an diesem Winkel so wenig verändert hat. Dass nahezu alle Objekte ihre originale Konsistenz und ihr Aussehen behalten haben. Wie archäologische Wertstücke, die man in einem Museum verwahrt und wo der Besucher sich vorstellen kann, wie die Faust des Ritters den Schwertgriff einmal umklammert hatte. 

 

Nur können diese Gedanken allein nicht die Gier nach dem Alpha Memorystick rechtfertigen, die mich so heftig packt, dass ich Stunden und Tage verweilen möchte auf der harten Holzbank an der kleinen Feuerstelle, wo Familie und Freunde und eine erste Mädchenbekanntschaft sich wohlgelaunt um ein brutzelndes Spanferkel geschart hatten. Das zudem mit der Kurbel stundenlang über dem Feuer gedreht werden musste. Jeder eine halbe Stunde. Mit Bier oder Limo oder Kaffee als Stärkung. Diese luftige Dimension des Anfangs erschließt sich einem nur in besonderen Momenten. Wo ich begreife, dass die autoritäre Herrschaft meines Großvaters über Frau, Familie und Recht sich damals anders anfühlte. Sanfter. Sich beinahe auflöste im Wohlgefallen des gelben Schirms an der Lampe und ihres leisen Surrens. 

Das Häuschen ist zum Reisebegleiter in eine Vergangenheit geworden, die ohne Verletzung war, ohne Schrammen, ohne die Schreie und Blessuren der Welt. Vielleicht ist es dieser Keim tiefster Humanität, der macht, dass Flora, inzwischen wohl verwahrt von einem Kusin, für mich ein Metronom bleibt, zwischen Unruhe und Stille, zwischen Altwerden und Neugeburt, überlebensnotwendiger Fantasie und köstlichster Erinnerung, wobei Letztere sich stets einbringt als Kompass, hin und wieder als Wegweiser zum Predigtstuhl mit Ausblick auf die innere Landschaft.

Zufrieden die Schweiz in ihrer Urform wiedergefunden zu haben, einen Abstecher zu Tell und seiner Platte getan zu haben, Kopf und Seele gefüllt bis an den obersten Rand mit dem Flötengesang der Hirten auf der Alm - während meiner Rückfahrten entlang der Sauer rauche ich die Tüte einer Zeit, ohne die die Gegenwart alt aussähe.

 

 

***

 



[i] bewaldete, lang gestreckte Anhöhe, die sich ab dem Höhendorf Bierden bis an die Sauer erstreckt

[ii] mit Gras bewachsener, oftmals mit Bäumen bepflanzter Streifen neben einer Landstraße  

 


 

 

 

Den Transmännchen 

 

1. 

Buch, Bücher, am Büchersten: Wer ist die Schönste im ganzen Land? Der Schönste? Seis drum. Spielt keine Rolle ob weiblich oder Männlichkeit oder beides zugleich auch. Außer man tut es. 

Ech féiere Gedanke matzen am Bësch vun de Bicher. D'Villercher: piep, piep. Héich am Bam. D'Mais: Eng Feldmaus piipst. Eng Bëschmaus puupst. Ech sëtzen hei, also sinn ech do. Wann een op Besuch géing kommen. Ech si scho laang eleng. Ginn eemol de Mount an de Cactus. Ëmmer manner schéin. Ech sëtzen hei, beim Feier. An ech hunn en aalt Hiem un, eng al Box, Schung ouni Nuesen a Strëmp ouni Lächer. 

Et geet mer gutt. Ech kann nach Auto fueren. E Fiat. Den Hoppen Téid, ech hat en erbléckst, wéi ech an der Keess stong. E sot zu mer: „Ha, bass du och hei? Kuck mech dach, bewonner mech, wéi ech duerch de Fernseh hopppoppoppelen.“ D'Këscht war iwwert der Keess opgehaangen. Ronn a brong. Een eenzege Programm: RTL. D'Kessiär war net frëndlech. 

„Maacht dee Fernseh aus, Joffer“, sot ech. 

„Eischtens ass et Madame, Monsieur“, hat se geäntwert. „An zweetens ass et net mäi Fernseh an och net mäi Cactus. Ech däerf nëmmen är Wueren an ärem Kaddi zielen an är Suen akasséieren. Hutt Der eng Kaart? Oder bezuelt Der mat digicash?“ 

 

„Cash“, sot ech. „Ech war grad ophiewen.“ 

 

.../...

 

Text geschriwwen am Kader vun der Walfer Autoreresidenz 2019/publizéiert an les cahiers luxembourgeois, no 3/2019  



Die sechs Kurzgeschichten mögen in ihrer Zusammenstellung verwundern, ebenso durch die unterschiedlichen Erzählweisen. Doch war es ein langgehegter Wunsch, die Erinnerung an die ihnen zugrunde liegenden, getanen Reisen nach Pesaro, Berlin, Porto, nach Tirana, Skopje und Japan, in einem Band zu vereinen, weil mein subjektives Erleben sich an diesen Orten auf besondere Art verdichtete. Dieses mag an zufälligen Begebenheiten gelegen haben, an Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen und ihren Orten. Vor allem war es den unmittelbaren Beobachtungen geschuldet, die mich zu den Schilderungen inspirierten. 

kreuz und mehr, Reisen ins Himmelblau und ein Weihnachtsmärchen ist mein erstes Buch, das ausschließlich das Reisen, in seiner weitgefächerten Bandbreite, zum Leitgedanken hat. Die Fiktion, die das wirklich Erlebte begleitet, lassen die Erzählungen gleichfalls als ein Tagebuch erscheinen, als lustvolle, hin und wieder ironische Notizen zu Personen und Kulturen. Das Märchen für Erwachsene Liebe Akira verbindet Illusion und fernöstlichen Glauben an die Heilkunst einer Schamanin. Dabei werden die Demütigung der Frau und die Geringschätzung ihrer Empfindungen auf überraschende Weise thematisiert


Düdelinger selfie  

 

eine fotografische Hommage an Roger  

 

 

Bin ich ein Schönwetterfotograf, ein Nebelbildtümmler, ein romantisch vergorener Amateurknipserich? Oder nur ein Spiegelbildvernarrter? Vielleicht bin ich auch Astgabelformalist, Wolkenbildhauer, Pilzfleckensammler und Sternmoospinsler. Ein Wald-und Hügel Flanierer, ein Weg-und Stegfotograf, das Bild am falschen Fleck? Sollte ich nicht der Wirklichkeitsfanatiker der tausend Fakten sein? Und bleibe doch ein Felsenanbeter. Auf den Knien, so tief der Fels, so schroff das Gras. Ich bin ein Lichtbeschöner und Schattensentimentaler. Ich sehe, doch ich schaue nicht immer. Ich fühle, doch ich bemerke  nicht die Wärme, nicht die Kälte. Ich rieche Frischluft und Heuaroma. Höre Baumkronenrauschen. Im Sommer. Das mühselige Knarren der Stämme, im Winter. Die schneelose Landschaft inspiriert mich. Die Kuhweiden und Gatter sind leer. Ich bin ein Leerzapfer geworden, manchmal ein Rotweinklirrer, nach getanem Bild. Ich bin ein Dunkelkammerdigitaljünger und wäre nëmmen dann vun Diddeleng, wenn ich farbige Eier mit mir herumtrüge. Was ich nicht tue. Ich bleibe ein Nachtwandler und Traumsüchtiger. Ich suche den Pfad und finde die Straße. Ich suche das Feld und finde den Stein. Den Plumpen. Uninteressanten. Ich liebe diese Stadt, die die meine ist und suche nach dem Horizont. Meine Bilder sind eisenhaltig und tagebauerprobt, grubenbeschwert und pflanzenwüchsig. Sie bleiben Hüttenherrendistant und Arbeiterhörig. Sie schreiben Geschichte, doch nur die meine. Sie bleiben ein fake, doch dieses gehört uns allen. 

 

Text veröffentlicht in der Ausstellung im Centre national de litérature (CNL), Mersch


 

 

D’Erzielung Iesel ass e pechschwaarzt Bild iwwert d’Verréiung an der Gesellschaft. Gläichzäiteg probéiert s’och déi al Thees vum tockskäppegen Iesel als en dommt Déier ze widderleeën.

Mehr erfahren

 De Broker Till lieft mat senger Fra Lucie an de Kanner Mireille an Tom an enger restauréierter Millen, déi mëtten an enger houfreger Wunngéigend läit. Fir de Kanner eng Freed ze maachen, keeft en hinnen en Iesel. Dobäi erfëllt d’Déier d’Funktioun vun der Méimaschinn grad ewéi vun der Dekoratioun vun der Proprietéit – Et ass eng Investitioun an d'Haus. Alles schéngt perfekt, d’Famill, de Beruff, mee op engem gewéinlech Dag geschitt eppes Onerwaartes.

 

„Kuck dach. E frësst.“ 

„Wat soll e soss maachen? Iesel frësst an Iesel schäisst. De Laf vun der Natur.“

„Till, du bass en Zyniker.“

„Sinn ech net.“

„Kloer bass de dat. Du hues kee Sënn fir esou Béischt.“

„Garantéiert hunn ech deen. DKleopatra hat sech an Ieselsmëllech gebuet.“

„Wou steet dat? Wee seet dat? An Iesel ass e Mann. Dee gëtt keng Mëllech.“

„Iesel ass en Hengscht, Lucie. An déi ginn och Mëllech.“

„Heiansdo.“

 

D’Erzielung Iesel gouf fir d’éischt 2016 publizéiert an der Galerie, Revue culturelle et pédagogique 34, Nr. 2, 2016. Si gouf zanterhier liicht iwwerschafft.

 

editions binsfeld

 



Schnipsel, Schnitt und Leerspulen

Kommentare zum Luxemburger Amateurfilm

Die junge Magd, 1978 gedreht nach der gleichnamigen Ballade von Georg Trakl

in 




Geckeg Schieter

 

D’Gewan huet sech geluecht. Ewéi wann se krank wär. Den Himmel ass voller Stären. Ech kinnt och schreiwen: d’Stäre leien iwwert der Gewan. Esou wéi de Mound am Waasser läit, den Owend. D’Sprooch ass eng aner Manéier fir ze kucken. Awer d’Gewan kuckt net. Si schwätzt och net, obwuel, wann ech genee lauschteren, elo an der Däischtert: ech héieren de Wand, ewéi e schwéieren Otem. Ech héieren, wann ech d’Ouere spëtzen, e puer Kéi, déi op der Weed stinn, iergendwou, hannenaus, no beim Bësch muss et sinn, an déi d’Gras Putsch ëm Putsch aus dem Buedem rappen, roueg, haart, regelméisseg.

Ech sëtze mech op de bëtongs Sockel vun enger Bänk, wou d’Holz huddel a fatz geschloe gouf. Mat laange Spläiteren am Wee läit. Ech hunn op eemol den Androck, dass d’Pottoen an den Drot ronderëm d’Perchen, elo an der Däischtert, nëmme ganz neelech uneneen hänken, net ewéi am Dag, wann se zolitt organiséiert an der heller Lut stinn. Esouguer den dréiwe Mound saust elo virun d’Wolleken, zitt eegenaarteg Bunnen am Nuetshimmel: oval sinn se, dann nees véiereckeg, dann héich erop bei d’Stären, déi no alle Säite sprutzen. Ewéi wann eng Keeleklatz géing iwwert den Diddelenger Roudebierg gejummt ginn, esou trëllen d’Beem an d’Hecken duercherneen. D’Karblumme wuessen an de roude Buedem an zéien d’Feierblumme mat erof.  D’Weesskären dréinen e wëllen Danz op hiren Hällem, rëselen sech, ewéi wann se vun hire Stiller wéilte sprangen, fir mat Milliounen iwwert d’Feld ze knësteren. All eenzelne Lutpunkt um Wee spillt seng Roll, dréint säi Krees, blëtzt iwwerdeems, glënnert a fonkelt.

D’Diddelenger Gewan, nuets, ass en Ofstiecher wäert, bei d’Spläitere vun der Bänk. Mueres fréi, am éischten Niwwel, leien d’Kéi an der Perch an dreeme vun de geckege Schieter, déi sech iwwert hir Bockele geluecht hunn.   JB

 

 

 


Hello, happiness, my old friend 1

Einige Notizen über das Lesen und das Schreiben

 

Eigentlich sind, seit es das Buch gibt, derart viele Überlegungen über sein Wesen vorgetragen oder geschrieben worden, über seine Magie, gleichfalls über die Wichtigkeit in heutiger Zeit wieder, oder besser, noch immer zu lesen, dass ich der Meinung bin, ihnen wäre prinzipiell nichts hinzuzufügen.  

Also wäre es angebracht, dass ich die Tastatur jetzt, in diesem Augenblick ruhen ließe, den Mac herunterfahren und...ja, ein Buch zur Hand nehmen sollte, eine dieser klassisch gebundenen Schönheiten, die mir Wegbegleiter geworden sind, aus dem Regal ziehen,  vorsichtig in die Hand nehmen, aufschlagen sollte, die erste Seite...an eine kultische Handlung fast, so kommt es mir vor, denke ich, wenn ich beschreibe wie ich mit Büchern umzugehen pflege.

Daran schuld ist zum ersten die eigene Biografie. Die mit einem Buch beginnt. Die Geburtsurkunde wurde einem Register beigefügt. Was ja auch eine Art Buch ist. Danach das Taufregister. Und wenn sie nicht gestorben sind: Die Sterbeurkunde wird gleichfalls in eine Art Buch gesteckt werden. So ergeht es jedermann. Normalerweise. Und so erhalten Märchen von Beginn an ihre Wichtigkeit: in der Erzählung, wo die Sprache, die Laute, die Betonung sich ihren Weg ins kindliche Ohr suchen und so ganz nebenbei die Wege abkürzen: Wie rapide fliegt doch Münchhausen auf der Kanonenkugel durch die Wolken! Wie schnell besiegt Siegfried den Drachen! Man brauchte die Bilder nicht zu sehen, um auf ihnen zu tanzen. Weiter: mein Münchhausen war nicht der meines Bruders. Mein Drachen war nicht der, den meine Tante vor dem inneren Auge hatte, als sie mir vorlas. Und doch gab es so viele Barone und Drachen, wie wir Kinder waren, indem sie für jeden von uns eine eigene Gestalt annahmen, sich unserer Fantasie unterordneten und sie gleichzeitig beflügelten. Die Abenteuer eines Tom Sawyer, Napoleon in „Krieg und Frieden“, die Gebrüder Karamasow, „Die Geschichte vom Prinzen Genij“, „Tausend und eine Nacht“, die Verse von Georg Trakl, die Landschaften von Peter Rosei, die Ausflüge eines Roger Manderscheid: es sind Gedanken, die sich zu Kapiteln, Romanen und Novellen verdichtet haben, die mich begleiten, immer noch, weil sie Teil von mir selbst geworden sind, weil sie seit Jahrzehnten Trauer und Freude, Wissen, Einsamkeit, Erotik und Utopien mit mir teilen. Großzügig. Und Antworten geben, freigiebig, wenn ich sie danach frage. Sie sind Aufklärer, Lehrmeister, Dialogpartner, Soziologen, Wissenschaftler, Philosophen, Geschichtenerzähler und Künstler in einem, diese Schriftsteller, indem sie mich lehren die eigenen Bilder im Kopf so zu zeichnen, dass ich das Geschrei der Welt, gleichwohl ihre Schönheit, in aller Stille zumindest ansatzweise deuten kann.

Bücher sind Ufos im Anflug. Gute Aliens? Schlechte Aliens? Es gab gottgefällige Geschichtchen in meiner Bibliothek und Naturheilkundebüchlein, sanfte Gute Nachtbändchen. Ich hielt Biographien über Nero und Hitler in den Händen. Man liest Rezensionen und Kommentare, hört in Talkrunden hinein. Es gibt tendenziöse und menschenverachtende Texte. Sie lehrten mich vorsichtig zu werden. Es gibt Überangebote von unnützen und geschwätzigen Texten. Es gibt viele literarische Meisterwerke. Einige davon gelesen zu haben, sie in meiner Bibliothek stehen zu haben, als Kompagnons meines Lebens: sie sind ein Gut, das ich weder geistig, noch in seiner Materialität je missen möchte.

Bleiben wir einen Moment beim Einband: Ja, man kann sie schätzen, diese Grafiken, diese dem Buchdeckel angedichteten Werbungen, die uns dazu verführen sollen, es doch einmal mit dem Inhalt zu versuchen. Es im Buchladen zu wagen, die Seiten aufzuschlagen, ein bisschen in den Kapiteln zu schmökern. Sehr ansprechend können sie sein, die Schrift, der Abstand der Zeilen, die Arbeit des Buchbinders. Sie alle laden ein: du kaufst, ich kaufe. Ein Treffer, möchte ich sagen, wenn der Inhalt das hält, was der Einband verspricht. Ich lehne e-books nicht prinzipiell ab. Loin de là. Nur gefällt es mir, als ein Mensch, der die Beschäftigung liebt mit Bildern, die zuallererst fürs Auge geschaffen wurden, auch den Gehalt eines Buches, zuerst sinnlich, ja leidenschaftlich zu erfassen, seine Form abzutasten, zu fühlen, zu riechen, auf zahlreichen Seiten, in warmem Weiß, fest gedruckt oder auf zartem Papier, fast zerbrechlich, auf den Fingern zu spüren. Was ich, bei allem Erstaunen über den technischen Fortschritt, dem e-book nicht zutraue. Aber, es ist vielleicht nur eine Frage der Zeit, ehe der kleine Schirm parfümiert daherkommt, knistert und raschelt, Lesezeichen im 3D ausspuckt, nach Lust und Laune oder nach Bedarf des Lesers, natürlich.

Es wundert mich nicht mehr, wie ich zum Schreiben gekommen bin. Im Jahr 2000. Dank Roger 2. Vielleicht auch, weil ich ein kommunikationsfreudiger Mensch bin. Über alles und jedes diskutieren möchte. Weil ich wissen möchte, lesen sowieso, und suchen will, mühselig. Wunderschön klingt es, dieses Klappern, Dingeln, dieses Ticken und Tackeln auf den weißen Knöpfen, dieses Herumspazieren im Alphabet, wo sich Bilder um Bilder zusammenfügen, Kopfbilder, Herzbilder, Fuß-und Zehenbilder, wo liebevolle, helle und graue, komische, einen Salto schlagende, mitunter tintentiefschwarze Miniaturen sich die Hand geben, weil es notwendig ist gedanklich zu verbinden, wo es physisch nichts mehr zu trennen gibt, da dieser Akt schon längst vollzogen wurde. Dieser Garten der schreibenden Lust: ich spüre ihn in mir, schmecke ihn auf der Haut, inmitten eines traumbewachsenen Rasens. Natürlich hoffe ich, dass jemand meine Texte liest. Später. Nicht nur im Verlag. Wenn sie gedruckt sind, schön gebunden und mit illustriertem Einband im Regal warten. 

Ein Kunde betritt den Buchladen. Und hält sich den kürzlich herausgegebenen Roman eines Autorenkollegen unter die Nasenflügel, seufzt und schüttelt den Kopf und wundert sich, dass in Luxemburg Bücher geschrieben werden. Und kauft ein Exemplar. Großartig! Weil er vielleicht wie ich, Antworten sucht. In schwieriger Zeit. Um zu verstehen, ein bisschen. Zu begreifen, was Freunde sind: Happiness (is) only real, when shared. 3  JB

 

 1 cf. „The Sound of Silence“, Simon and Garfunkel, 1964

 2 Roger Manderscheid

 3 Cris McCandless, Into The Wild, 2007

 

 Veröffentlichung anlässlich

20 Joer Initiativ Freed um Liesen

 

mit Beiträgen von di Bartolomeo Mars, Arend Guy, Meisch Claude, Achetegui Ainhoa, Andonovic Vesna, Jean Back,

Beck Simone, Berg Charles, Brasseur Anne, Brimaire-Bremer Monette, Conter Claude D, Dockendorf Guy, Fayot Ben, Garcia Robert, Goetzinger Germaine, Greisch Pol, Jacobs Marie-Josée, Junker Marja Leena, Kayser Lucien, Kieffer Monique, Kirps Josée, Klein Mars, Krieps Vicky, Lehners Jean-Paul, Limpach Marc, Maroldt Ed, Mart Caroline, Meyer Roland, Oxaceley Alexandra, Pauly Michel, Reuter Alex, Reuter Jérome, Scuto Denis, Zuccoli Laura. Vorwort von Claudia Schneider-Schoo, Präsidentin der Initiative 'Freed um Liesen'

 

 

 

 


En Epicier ouni Äerm, dee sech um Gaalgebierg

wëllt d'Liewen huelen, de Strack schonn ëm den Hals geluecht an d'Prothesen ewechgehäit. En Taxidermist, deen zu Monaco Vakanz vom Déierenopstoppe mécht an d'Anna aus Lybien kenneléiert an tëscht deem senger batterer Realität an der eegener Fantasie hin-an hirgerappt gëtt. An e Camionschauffer, deen op der Sich no sengem Alter Ego queesch durch Europa rullt, zesumme mam Luis, dem Homard.

An deenen dräi Monologe sinn aussergewéinlech Mënschen an ongewinnte Situatioune beschriwwen. Emol grotesk, emol ironesch awer ëmmer mat Humor kann de Lieser un hire Schicksaler deelhuelen.

"Eng Sprooch räich u Biller a voller Rhythmus machen aus Zalto mortale en authentische Liesgenoss".  

Zalto Mortale wurde 2016 auf die short list des Luxemburger Buchpreises gesetzt.  

 

 

 

kremart, Kanephora, www.kremart.lu

 

 

Karamell verzielt d'Geschicht vum Jip Portonigro, Adoptivjong vun engem Téitenger Mineur. No engem trageschen Accident a senger Famill geréit de Jip aus der Bunn: hie gëtt ëmmer méi hin an hir gerappt tëscht der Léift zu senger Schwëster Yvette an der Sich no senge richtegen Elteren. No an no verléiert hien de Kapp a mecht sech mat sengem Frënd Kolber op eng Rees an d'Schwäiz, fir do endlech seng Originen erëmzefannen.   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ultimomondo, 2104

www.umo.lu

 

ISBN 978-2-919933-98-3




Fitbull 

 

Bichen, Spackelter, Mennieë mat schwaarze Kapen. Ruff emol. Wat dann? Däin Numm solls de ruffen. Steve. Méi haart! Steeeeheev! Lauschter emol. Héiers de net? Hopp. Hopp. Nä. Den Echo. Däin Echo. Hopp. Hopp. Hopp. Wat ass den Echo, Pappa? Weeër, Pied, Kéieren, däischter Wénkelen am Bësch, Lut a Grings: de Parcours ass gutt ofgestach, spannend ugeluecht. Hopp. Hopp. Ech si midd. Elo schonn? Allez, du hues der dach eréischt zwielef. Wat soll ech da soen, mat menge fofzeg? Hoppelen, lafen, gemittlech, strempelen, een, zwee, een, zwee, ronderëm, op an of. Dajee, dajee! Du wolls jo matlafen. Ech sinn duuuuschtereg, Pappa! Loft huelen, Otem zéien, d’Nues botzen, e bësse schweessen...Ech hätt gär eng Limenad...d’Strass këddelen, d’Gedäerms rëselen. Net stoe bleiwen. Herno gi mer een huelen. Mer sinn am Bësch elo. Virun! Wéi am Schlof tierkelen, d’Séil klunsche loossen, op fiichte Blieder joggen...et deet gutt. De Kapp gëtt fräi. D’Nues geet op. Et richt no Wakelter. Ech sinn och hongreg, Daddy. Virun, allez hopp. An ech si midd. Ech hunn d’Féiss wéi. Souer net esou vill. D’Longe wuessen, esou gutt deet et. Ei, ei, ei! Ech kann net méi, Pappa! D’Muskele platze bal, den Hals pärelt, d’Häerz deet e Spronk: Wat mécht dee Pittbull um Wee stoen? Firwat kuckt deen eis esou roueg un? Déi kleng, pickeg An boughéieren net. Mär och net. E Päifen. Kuerz. Et rifft een: Kënns de wuel! E Saz, e Blétz, de Bull ass fort! Virun...elo méi lues, ganz, ganz virsiichteg, nach vill méi lues. Gesäis de, Pappa, elo hues d’awer misse raschten!

 

***

 

 

Den Text gouf am Optrag vun der Administration de la nature et des forêts an dem Centre national de la litérature fir de Sentier des poêtes ronderëm den Tëtelbierg geschriwwen, am Kader vun der Année Internationale de la Forêt, 2011



Wéi Dag an Nuecht sinn dräi Erzielungen, an deene Mënsche laanscht Grenze reesen, baussen a bannen, villes entdecken, awer och ferm musse struewelen, fir net aus dem Gläichgewiicht ze geroden

  • Den Dauschtert
  • Dohanne ware mer doheem
  • Nuetsschicht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ultimomondo, 2012

www.umo.lu

ISBN 978-2-919933-77-8



vergriffen

 

 

Amateur ist die Neufassung einer Hausarbeit, die der Sekunda II c im Escher Lycée de Garçons 1971 vom Deutschlehrer aufgegeben wurde.

Die rebellische Unruhe in Teilen der damaligen Schülerschaft und die Diskussionen um den Streik vom April desselben Jahres bilden den Erzählrahmen der überarbeiteten, historischen Fiktion.

 

Amateur wurde 2010 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet 

 

 

ultimomondo 2009

www.umo.lu

ISBN 978-2-919933-54-9


internationale Ausgaben von Amateur (von links nach rechts) 

Karpos Verlag, 2013, Serbien

dauphin Verlag, 2013, Tschechei

www.balkani.eu, 2012, Bulgarien

ars libris, 2017, Mazedonien  

Nap Kut Kiado, 2017, Ungarn

Fan Noli Publishing, 2017, Albania

Texte aus Amateur im Katalog der Preisüberreichung, 2010, sowie in Hällewull, eine slowenische Anthologie Luxemburger Literatur, 2014


Mon amour schwein ass eng Sammlung vu siechzeng Kurzgeschichten an Erzielungen, déi an de Joeren 2004 bis 2007 geschriwwe goufen.

Déi meescht Texter ginn de Fraen d'Wuert. Zu Diddeleng, zu Kolmerbierg, zu Arles oder soss entzwousch. Si schwätze vu Blessuren a vu Courage, Ënnerdréckung an onerwaarter Solidaritéit, vun Erotik, vun Onofhängegkeet, vu klenge Fräiheeten a groussen Dreem.

An anere Geschichten sti Kanner, Hibiskusmuseker oder Kranemaschinisten am Mëttelpunkt.

Alleguer verzielen s'och vun der Léift, deem ale Kontinent, wou ee sech esouguer mat Kaart a Kompass nach ëmmer verléiere kann.

 

 

 

 

 

ultimomondo 2007

www.umo.lu

 

ISBN 978-2-919933-34-1



 

 vergraff

E Buch iwwert eng Kannerzäit zu Diddeleng an de fofzeger Joeren.

Wollekestol verzielt en Deel Geschicht vum Auteur a senger Famill an der Schmiede des Südens. Perséinlech Erënnerungen, Fiktioun an d'historesch Industrie-a Stadkuliss ginn an engem fantasieräiche Roman madenee verstréckt. Et war d'Zäit vum Ëmbroch nom zweete Krich, wou de Glawen un de Fortschrëtt grouss geschriwwe gouf an d'Leit meeschtens net wollte bleiwen, wat se waren.

D'Erzielung ass awer och déi vum Jojo Kartheiser, dee seng Karriär als Schweesser ugefaangen hat a spéider e Monument fir d'Mineuren an d'Schmelzaarbechter opgeriicht huet.

Wollekestol ass e Bléck duerch e bakelitts Viewmaster op eng aussergewéinlech Zäit zu Lëtzebuerg.

 

ultimomondo 2003

www.umo.lu

ISBN 2-919933-13-2



Ausstellungskatalog Lieux et portraits au bassin minier, 1983 à 1987 , postface par Mars Klein