work in progress ... portfolio Haard, Staebierg, Hessebierg 

 

Die früheren Tagebaugebiete auf der Düdelinger Haard sind heute ein Naturreservat. Die  Zeugen der Schwerindustrie und der einzigartige, fragile Pflanzenwuchs, das nahezu organische Nebeneinander von Vergangenheit und Gegenwart sind u.a. Gegenstand der fotografischen Arbeit. Immer noch üben die Flora sowie die Suche nach den industriellen Spuren eine Faszination aus. Das Projekt, das sich über vier Jahre lang entwickelte, kommt zu einem Ende. Geplant ist eine Veröffentlichung unter einer zu bestimmenden Form. Mit einbezogen werden Aufnahmen, die auch den südlichen Teil der ehemaligen Tagebaugebiete, nach Tetingen und Rümelingen gelegen, miteinbeziehen, den Staebierg und den Hessebierg


work in progress...

 

Räume, Grenzen, Orte ist der Arbeitstitel eines Fotografieprojektes, das die Kulturlandschaft als Raum darstellt, gleichzeitig Grenzen aufzeigt, die von der Natur und  vom Menschen gezogen wurden. Somit definieren sie neue, manchmal unerwartete Orte und prägen den Moment des Gesamtbildes. 

 

Landschaft, "Kanferknupp" Hetschenberg nahe Kanfen (F)

Landschaft nahe Aspelt (L) et Preisch (F) 

 

 


Miniliteraturen

 fotografische Essays, Bild-und Wortdokumente  

 

 

Märchen im Park 


Ein Turm mit Zinnen und Besenhexe flankiert seit 1956 den Eingang zum Bettemburger Märchenpark. Dieser hat Fotoalben und Handykameras geprägt, Erinnerungen und Zukunft in abwechselnde Beziehungen zueinander gesetzt. Jeder Besuch bleibt ein Spaziergang zwischen gespannter Erwartung und entspannender Vollnarkose. 

 

De Beetebuerger Park, wie er im Volksmund genannt wird, hat nichts von seinem embryonalen Charme verloren. Ich denke an die Stunden zurück, die ich selbst als Fünfjähriger dort entdeckte. Die Anlage bleibt ein Sammelsurium illustrierter Kindheitsträume, bevölkert von versteckten Bösewichten und strahlenden Prinzessinnen. Zu ihnen führt immer noch die gleiche Allee hin, an deren Seitenrand Papageien einst auf Stangen hockten. Sie krächzten an der Kette, schwangen die Flügel und knack knack kackten Nüsse. 

Der Park ist ein Ort des nicht Geschehens geblieben, zwischen Autobahn und Fußballfeld. Er wurde eingerichtet für die Kleinsten der Kleinen an der Flosse mit Oma und Opa. Für Familien tout court mit Kinderwagen an der Hand und Hund an der Leine. Dazu gehört seit jeher eine Zugfahrt auf Schmalspurgleisen um den Flamingoweiher ohne Bahnschranke, doch unter farbenfrohen Baldachinen. Obligat geblieben ist ein Ausritt auf mechanischen Pferden rund um Pflüge und Eggen inmitten von Gebüsch und Bäumen. Dazu gehört für viele Erwachsene, die die Anlage als Kinder besucht hatten, die Erinnerung an die Aras am Alleenrand, die längst ohne ihre Ketten in der pfeifenden Ewigkeit angekommen sind.

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unveröffentlicht

6600 Voll und Leerzeichen

2 Seiten

 


 

Die Zeit von Marcel K.


Marcel K.s Restaurant lag in einem kleinen Ort, genannt Zoufftgen, an der französischen Grenze zu Luxemburg. Nahe dem ausgedehnten Waldgebiet mit dem Namen Forêt domaniale de Zoufftgen. Genannt de Wal, in meiner Sprache. 

Sein Restaurant wurde vielleicht gerade wegen seiner Nähe zur Stille zur ersten Adresse der Region. Doch war es vor allem ihm zu verdanken, dem Meister der Braten und Soßen, dem Dompteur von Geschmack und Gewürz, der diese Ruhe einfliessen ließ ins Ambiente seiner Kunst. Und der die Inspekteure von Michelin von der Qualität seines Hauses überzeugt hatte.  

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unveröffentlichter Text, 2021

4869 Voll und Leerzeichen

2 Seiten